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Fahrverbot – was tun?

Dazu gehören nach Auskunft des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) die Missachtung von Rotlicht, Geschwindigkeitsüberschreitung (über 30 km/h innerorts/ 40 km/h außerorts), zu nahes Auffahren sowie Alkohol- und Drogenmissbrauch. Wer zum ersten Mal betroffen ist, darf in der Regel den Zeitraum des Fahrverbots innerhalb von vier Monaten frei wählen. So lässt sich die Zeit ohne Führerschein zum Beispiel in die Ferien legen.

Ein Sprecher des KS wies darauf hin, dass ein Fahrverbot grundsätzlich alle Kraftfahrzeugarten umfasst, selbst Mofas, für die keine Fahrerlaubnis erforderlich ist. Allerdings sind Ausnahmen möglich bei Landwirten zum Führen von Zugmaschinen oder wenn mit dem Fahrverbot besondere berufliche, wirtschaftliche oder persönliche Härten verbunden wären. Um das Fahrverbot wirksam werden zu lassen, muss der Bußgeldbescheid rechtskräftig sein, das heißt, dass man innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung keinen Einspruch eingelegt hat.

Der Führerschein wird bei der Polizeidienststelle des Wohnortes gegen Empfangsbescheinigung abgegeben. Die Fahrt dorthin sollte man allerdings ohne Auto antreten, weil man danach nicht mehr nach Hause fahren dürfte. Anders beim Abholen: Ist die Frist abgelaufen, darf der Fahrer mit seinem Fahrzeug zur Polizei fahren. Die Empfangsbescheinigung gilt dabei als Nachweis der gültigen Fahrerlaubnis. Der Führerschein kann auf Wunsch auch zugeschickt werden. Dann fallen aber zusätzliche Gebühren für Porto und Einschreiben an.

Obwohl ein Fahrverbot nur im Inland gilt, rät der KS, der Versuchung zu widerstehen, während Urlaub oder Geschäftsreisen im Ausland ein Kraftfahrzeug zu führen, da dies strafrechtliche Folgen haben kann.

Der Kraftfahrer-Schutz e.V. (KS) ist mit 450.000 Mitgliedern der drittgrößte Automobilclub in Deutschland. Mit seinen Töchtern Auxilia Rechtsschutz-Versicherungs-AG und KS Versicherungs-AG bietet er eine umfassende Palette an Club- und Versicherungsleistungen, von der Wildschadenbeihilfe über den KS-Notfall-Service bis hin zu preiswerten Rechtsschutz- und Schutzbriefversicherungen, die aufgrund von Leistung und Preis viele Rankings in den letzten Jahren gewonnen haben. In der Münchner Zentrale und in acht Bezirksdirektionen sind rund 170 Mitarbeiter beschäftigt. Der Jahresumsatz der KS-Gruppe liegt bei circa 100 Millionen Euro. Der Vertrieb erfolgt über 10.000 unabhängige Makler und Mehrfachagenten.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.ks-auxilia.de