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Das Auto sicher "über Wasser" halten: YOKOHAMA gibt Tipps zum Verhalten bei Aquaplaning

Mit einem Mal reagieren weder Bremsen noch Lenkung. Macht die Fahrbahn in dieser Situation nun eine starke Kurve oder kreuzen andere Verkehrsteilnehmer respektive Hindernisse den Weg, kommt es nicht selten zum Crash. Wer sich richtig und besonnen verhält, kann den Zusammenstoß jedoch häufig abwenden. Reifenhersteller YOKOHAMA konstruiert seine Produkte, z.B. den neuen C.drive 2 so, dass sie den bestmöglichen Schutz vor Aquaplaning bieten. YOKOHAMA-Technikleiter Wolfgang Schiwietz erläutert die Physik hinter dem Phänomen und weiß, wie man sich im Fall der Fälle am Steuer verhalten sollte.

Wie entsteht Aquaplaning?
Steht Wasser auf der Straße, wird es vom Reifen verdrängt und durch die Drainagekanäle nach außen abgeleitet. Dies ist umso schwieriger, je mehr Wasser abgeführt werden muss und je schneller das Auto fährt. Bei breiteren Reifen muss mehr Flüssigkeit bewältigt werden, zudem werden die Wege länger und der Flächendruck geringer. Kommt das Gesamtsystem „Reifen“ an seine physikalischen Grenzen, gleitet das Auto quasi auf einem Wasserfilm, Brems- und Lenkkräfte können mangels Fahrbahnkontakt nicht mehr wirksam werden.

Anzeichen?
Neben sichtbaren Wasseransammlungen sind starke Spritzgeräusche am Unterboden und eine immer leichter werdende Lenkung deutliche Warnzeichen. Im Zusammenhang mit Nässe stehende Tempobegrenzungen sollten unbedingt ernst genommen werden: Sie stehen meist an Streckenabschnitten, die zu verstärkten Wasseransammlungen neigen.

Einfluss der Profiltiefe
Je stärker das Profil eines Reifens ist, desto mehr Wasser können die Drainagerillen abführen. Das gesetzliche Mindestprofil von 1,6 mm kommt hier sehr schnell an seine Grenzen. Sommerreifen sollten deshalb mindestens 3, Winterreifen 4 Millimeter Profil aufweisen.

Gegenlenken oder gerade halten?
Reagiert das Fahrzeug nicht mehr auf Lenkbefehle, sollte man das Steuer möglichst gerade halten. Der Hintergrund: Kommt der Grip zurück, zieht das Auto plötzlich in die vorher eingeschlagene Richtung und kann so von der Straße abkommen, ins Schleudern geraten oder mit einem Hindernis kollidieren. Auch abruptes Bremsen sollte man aus Gründen der Fahrstabilität nach Möglichkeit vermeiden, solange nicht unmittelbar eine Kollision oder eine vergleichbare Gefahr droht.

Abstand halten, Tempo reduzieren!
Bei starkem Regen sollte man das Tempo präventiv stark reduzieren:
Je niedriger die Geschwindigkeit, umso geringer ist die Neigung zu Aquaplaning. Kommt es dennoch dazu, steigt die Chance, das Auto wieder unter Kontrolle zu bekommen, bevor etwas passiert. Lässt sich ein Unfall trotz aller Vorsicht nicht vermeiden, sind die Folgen bei angepasster Geschwindigkeit deutlich harmloser. Das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer ist oft ein schlechter Maßstab: So neigen schwer beladene LKW etwa aufgrund ihrer Masse wenig zu Aquaplaning. Viele PKW-Lenker wiederum überschätzen sich, da der Kontrollverlust über das Fahrzeug oft erst dann auftritt, wenn stark gelenkt oder gebremst werden muss. Um erfolgreich zu reagieren, kann es aber dann schon zu spät sein.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.yokohama.de