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Was tun beim Wildunfall?

Solche Unfälle lassen sich nach Ansicht des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) oft nicht vermeiden. Ein paar wichtige Verhaltensregeln können die Folgen allerdings begrenzen. Außerdem kann man Verluste bei der Schadensregulierung vermeiden.

Taucht plötzlich ein Tier auf der Straße auf, rät der KS: Sofort bremsen, Licht abblenden und hupen. Ruckartige Ausweichmanöver sollte man vermeiden, besonders bei Gegenverkehr oder bei Gefahr, von der Fahrbahn abzukommen. Bevor man andere Verkehrsteilnehmern gefährdet, ist es „sinnvoller“, einen Zusammenstoß mit dem Wild zu riskieren. Ist es einmal zur Kollision gekommen, heißt es:

  • unverzüglich anhalten,
  • Unfallstelle absichern,
  • Warnweste anlegen,
  • etwaigen Verletzten helfen,
  • Polizei und Rettungskräfte verständigen (110, 112), gegebenenfalls das Forstamt (kümmert sich um das Tier und bestätigt den Schaden für die Versicherung)
  • verletztes Tier unberührt lassen,
  • gegebenenfalls die Fluchtrichtung des Wildes merken,
  • Unfallstelle fotografieren,
  • Spuren am Kfz (Blut und Haare) nicht vor Information der Versicherung entfernen,
  • Namen und Adressen von Zeugen und Helfern notieren.
  • Versicherungen regulieren Schäden aus der Berührung mit Haarwild unterschiedlich. Um Schadenersatz zu zahlen, verlangt die Teilkaskoversicherung einen Nachweis der Berührung mit dem Haarwild. Das sind Rot-, Dam-, Elch-, Reh-, Gams- und Schwarzwild sowie Hasen, Kaninchen, Dachse, Luchse und Marder. Die Vollkasko muss auch zahlen, wenn ein Wildschaden nur behauptet wird. Ein Wildunfall kann auch vorliegen, wenn lebloses Haarwild an- oder überfahren wird.

    Im Rahmen der Clubleistungen können Mitglieder des KS übrigens eine Wildschadenbeihilfe bis € 1.050 im Jahr in Anspruch nehmen.

    Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.ks-auxilia.de

    Der Kraftfahrer-Schutz e.V. (KS) ist mit 450.000 Mitgliedern einer der vier großen Automobilclubs in Deutschland. Mit seinen Töchtern Auxilia Rechtsschutz-Versicherungs-AG und KS Versicherungs-AG bietet er eine umfassende Palette an Club- und Versicherungsleistungen, von der Wildschadenbeihilfe über den KS-Notfall-Service bis hin zu preiswerten Rechtsschutz- und Schutzbriefversicherungen, die aufgrund von Leistung und Preis viele Rankings in den letzten Jahren gewonnen haben. In der Münchner Zentrale und in zehn Bezirksdirektionen sind rund 170 Mitarbeiter beschäftigt. Der Jahresumsatz der KS-Gruppe liegt bei circa 100 Millionen Euro. Der Vertrieb erfolgt über 10.000 unabhängige Makler und Mehrfachagenten.