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Sicherheit rauf, Verbrauch runter mit AutoTrain/AutoLearn-TPMS /

Das Unternehmen stellt ein
selbstinitialisierendes, direkt messendes
Reifendrucküberwachungssystem (TPMS, „Tire Pressure Monitoring
System“) vor. Die neue TPMS-Generation mit automatischer
Drucksensor-Positionsbestimmung ermöglicht dem Fahrzeughalter, auch
mit TPMS-Technologie den Reifenwechsel künftig wieder selbst
durchzuführen. Mit dem integrierten TPMS ist es Johnson Controls
gelungen, Systemkomplexität und -kosten zu reduzieren. Zudem erhöht
die Reifendruckkontrolle die Fahrsicherheit sowie den Komfort und
minimiert zugleich den Kraftstoffverbrauch und somit auch den
CO2-Ausstoß.

Reifendruckkontrollsysteme könnten nach Plänen der EU ab 2012
vorgeschrieben werden. Hintergrund ist die Diskussion um eine
Reduktion des CO2-Ausstoßes, der bei falschem Reifendruck mit einem
erhöhten Kraftstoffverbrauch einhergeht. Doch nicht nur der
Umweltgedanke treibt die Europäische Kommission: Schadhafte Reifen
und schleichender Druckverlust steigern auch das Unfallrisiko, denn
falscher Reifendruck führt zu schnellerem Reifenverschleiß, einem
längeren Bremsweg und schlechterem Fahrverhalten.

Die Besonderheit des neuen TPMS von Johnson Controls ist die
lernfähige Positionserkennung. „Diese neue Generation der
Reifendrucküberwachung ist die Weiterentwicklung unserer bisherigen
TPMS-Technologie. Das System erkennt die Drucksensoren und bestimmt
deren Position selbstständig“, erklärt Krister Gamaggio, Product
Director Body Electronics bei Johnson Controls. Das Herz der
Innovation ist ein patentrechtlich geschützter
AutoTrain/AutoLearn-Algorithmus im TPMS-Empfänger. Bei Fahrtbeginn
kalkuliert er unter Zuhilfenahme der Signale der
ABS/ESP-Steuereinheit automatisch die Position der einzelnen
Radsensoren. Eine manuelle Lernprozedur, zum Beispiel nach einem
Reifenwechsel, ist überflüssig. „Das ist neu, denn wurde bei
vergleichbaren Systemen bisher ein Reifen getauscht, musste zunächst
jeder Drucksensor der jeweiligen Position neu zugeordnet werden ? ein
manuelles Initialisierungsverfahren, das bisher einer Fachwerkstatt
bedarf“, sagt Krister Gamaggio.

Innerhalb von zwei bis drei Minuten wird ein neuer Reifensatz
lokalisiert. Darüber hinaus kann das System weitere vier Sensor-IDs
permanent speichern. Dies beschleunigt die Zuordnung eines
zusätzlichen, bekannten Radsatzes. Erkennt das System solche bereits
gespeicherten IDs, beispielsweise die des Winterreifensatzes, werden
die Sensoren schneller lokalisiert, selbst wenn diese Reifen an
vertauschten Positionen montiert werden.

Innovative Systemlösung mit schneller Messwertanalyse Das System
zeigt niedrigen Luftdruck sowohl in einem einzelnen als auch in allen
vier Reifen mit einer hohen Genauigkeit an. Die Radarsensorik erkennt
bereits eine minimale Reifendruckänderung von 70 mbar. Bleibt der
Druck konstant, wird der Messwert einmal pro Minute an den Empfänger
gesendet. Erkennt das System eine Auffälligkeit, wechselt es in einen
schnelleren Modus: Bei erhöhter Abtastrate misst der Sensor nun
mehrmals pro Minute. Tritt eine Druckdifferenz auf, sendet der Sensor
unverzüglich eine Messwert-sequenz an den Funkempfänger. Die
Schematik führt dazu, dass auch ein geringer Druckverlust während der
Fahrt innerhalb von zehn Sekunden angezeigt und ein Druckverlust
während einer Parkzeit unmittelbar beim Start gemeldet wird. Bei
abgestelltem Fahrzeug wird der Reifendruck stromsparend mit
geringerer Frequenz weiter gemessen. Die Lebensdauer der
Sensorbatterie liegt bei etwa neun Jahren.

Maximaler Nutzen bei optimierten Systemkosten Das direkt messende
TPMS von Johnson Controls kommt in Abgrenzung zu bisherigen Systemen
mit einer einzigen, direkt in das TPMS-Steuergerät integrierten
Antenne aus. Dies reduziert die Komponentenkosten, zusätzlicher
Verkabelungsaufwand entfällt. Ausschlaggebend für die
kostenoptimierte Lösung ist der patentierte Algorithmus, der ohne
zusätzliche Bauteile eine eindeutige Lokalisierung der Sensoren
ermöglicht. Da alle notwendigen Informationen zur Auswertung der
Signale per Software im Funkempfänger kalkuliert werden, sind außer
den Radsensoren keine weiteren Bauteile nötig. Alle Komponenten für
die Auswertung sind ebenso wie die Antenne kompakt in die
Empfangseinheit integriert.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.johnsoncontrols.com