Menu

45 Jahre unter Hochdruck

Gerade häufig verwendete Universalprodukte wie Kriechöle und Schmiermittel müssen oft im
Wochentakt nachgeliefert werden. Umso überraschender erreichte vor kurzem ein Anruf die
Firmenzentrale, der umgehend zu Unternehmensgründer Theo Förch durchgestellt wurde. „Ich habe
bei unseren Produkten schon immer auf Ergiebigkeit geachtet, doch damit hatte selbst ich nicht
gerechnet“, scherzt der Geschäftsführer. Ein zufriedener Kunde aus der unmittelbaren Umgebung des
Hauptstandorts Neuenstadt hatte dem Senior-Chef offenbart, dass er soeben eine 1963 gekaufte
Dose FÖRCH Rostlöser zur Neige gebracht hätte. „Ich zögerte nicht lange und bat höflich um den
entleerten Behälter, schließlich stammte die Dose aus unserem Gründungsjahr und trug noch die
mittlerweile abgelöste Markenbezeichnung FÖRRO. Soweit ich mich zurückerinnere handelte es sich
nach Zierleistenhaltern für Autos um unser zweites Produkt überhaupt.“ Damit bewies FÖRCH ein
gutes Gespür für die Bedürfnisse des Marktes: Der Bauboom der Wirtschaftswunderzeit war in den
60ern noch längst nicht abgeebbt und an einem Haus gab es schließlich immer etwas zu reparieren.
Auch der rasant wachsende Autobestand fachte die Nachfrage nach Rostlöser an, schließlich war die
damalige Technik noch längst nicht so korrosionsresistent wie heute – zudem bevölkerten viele
altgediente und entsprechend mitgenommene Vehikel das Straßenbild.

Im Gegensatz hierzu zeigt sich das Weißblech des 45 Jahre alten FÖRCH-Sprays völlig frei von den
Spuren der braunen Pest. „Die Sprühfunktion war bis zuletzt tadellos und auch der Rostlöser hatte in
der Wirkung nichts eingebüßt, wie mir der Vorbesitzer berichtete“, erzählt der Geschäftsführer von
dem Telefongespräch. „Wäre die Dose ein Oldtimer-Auto, könnte man mit ihr sich ein gutes Geschäft
machen, für uns hat sie aber in jedem Fall ideellen Wert“, so Theo FÖRCH. Selbst wenn Spraydosen
aus den 60er Jahren heutzutage eine echte Rarität darstellen dürften, war das Funktionsprinzip
damals an sich schon ein alter Hut. Bereits 1927 hatte der norwegische Ingenieur Erik Andreas
Rotheim ein entsprechendes Patent angemeldet, als er auf der Suche nach einem Verfahren war, mit
dem er seine Ski besser wachsen konnte.

Der Siegeszug der Spraydose begann dennoch erst richtig,
als in Amerika auf diese Art Insektenvernichtungsmittel abgefüllt wurden. Einen weiteren Schub erhielt
der Zerstäuber-Zylinder, als in den 50er Jahren ein regelrechter Haarsprayboom aufkam, der die
ganze Welt erfasste. Heute werden allein in Deutschland jedes Jahr eine Milliarde Dosen für das
Versprühen der verschiedensten flüssigen, gelförmigen und gasartigen Stoffe hergestellt. Im Angebot
von FÖRCH finden sich heute neben Rostlöser unzählige Produkte in den praktischen Gebinden: vom
Sprühkleber über das Feuerlöschspray bis hin zu Cockpitpflege fürs Auto.
Weitere praktische Lösungen und Informationen zum umfassenden Service-Angebot sind unter
www.foerch.com zu finden. Unter „KFZ-Handwerk“ sind – aufgeteilt auf 18 Kapitel – tausende
Produkte gelistet und erklärt.