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King of Europe: Adam Kerenyi ist zurück!

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  • Titelverteidiger aus Ungarn gewinnt in Lydden Hill
  • Adam Frank wird Dritter und übernimmt Gesamtführung
  • Vor Start in zweite Saisonhälfte ist Hochspannung garantiert

Adam Kerenyi ist wieder da: Nach einem verkorksten Saisonstart mit viel Pech und technischen Pannen meldete sich der Rekordchampion beim vierten Rennen der Monster Energy King of Europe Pro Series 2015 im britischen Lydden Hill eindrucksvoll zurück und feierte souverän seinen ersten Sieg in diesem Jahr. Auf dem zweiten Platz landete Lokalmatador Michael Marshall vor Adam Frank, der im Halbfinale gegen Kerenyi scheiterte und Dritter wurde. Damit übernahm der Israeli zugleich die Führung in der Gesamtwertung vom bis dato Führenden Norbert Kovacik aus der Slowakei. Für diesen war bereits im Achtelfinale Endstation.

Die Freude und die Erleichterung waren Adam Kerenyi anzusehen, als er nach dem siegreichen Finale gegen den Briten Michael Marshall das oberste Treppchen des Siegerpodests in Lydden Hill erklimmen durfte. Zum ersten Mal in diesem Jahr stand der Titelverteidiger und Rekordchampion der Monster Energy King of Europe Pro Series in Großbritannien überhaupt auf dem Podest – und wie es sich für einen echten Sieger gehört, feierte er dieses Comeback gleich mit einem fulminanten ersten Rang.

Auch auf den Plätzen zwei und drei blickte man in rundherum fröhliche Gesichter. Lokalmatador Michael Marshall zog die Trumpfkarte des Heimvorteils und erkämpfte sich den Silberrang. Der Tagesdritte Adam Frank aus Israel strahlte ebenfalls übers ganze Gesicht, weil er mit diesem Resultat zum ersten Mal in seiner Karriere die Spitze der Gesamtwertung erklomm. Wenige Stunden zuvor hatte er sich im Halbfinale ein packendes Duell mit Adam Kerenyi geliefert, aus dem der Ungar nach zwei spektakulären Durchgängen denkbar knapp als Sieger hervorgegangen war.

Für den bisherigen Gesamtleader Norbert Kovacik lief es in Lydden Hill dagegen alles andere als rund. Zwar konnte er sich in seinem ersten Duell in der Runde der Top 32 wie geplant durchsetzen, musste jedoch schon eine Runde später, im Achtelfinale gegen den Monster Energy-Piloten Luke Woodham, die Segel streichen. Dem favorisierten Briten Steve „Baggsy“ Biagioni erging es auf seiner Heimstrecke nicht besser. Er hatte das ganze Wochenende mit technischen Problemen zu kämpfen, konnte dadurch nie das gesamte Potenzial seines Wagens abrufen und zog schließlich ebenfalls im Achtelfinale gegen Brad McQueen den Kürzeren.

Auch das folgende Viertelfinale der verbliebenen acht Fahrer war nicht frei von Überraschungen. So gelang es beispielsweise dem deutschen Rookie Markus Müller, seinen Kontrahenten Szilveszter Gyorgy auszuschalten, der beim zweiten Saisonrennen in Polen noch Zweiter geworden war. Dabei hatte Markus Müller tags zuvor im Qualifying einen spektakulären Crash hingelegt und niemand erwartete von dem Deutschen einen Einzug unter die letzten Vier. Doch gerade das macht die Monster Energy King of Europe Pro Series so spannend – dass man stets mit dem Unerwarteten rechnen muss… Müller unterlag zwar später im Halbfinale gegen Marshalll und auch im Kleinen Finale gegen Adam Frank, setzte an diesem Tag aber dennoch ein Ausrufezeichen und trat erhobenen Hauptes die Heimreise an.