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Termin zur Hauptuntersuchung – Auch beim Tunen müssen Regeln beachtet werden

Das eigene Auto zu tunen und es nach den individuellen Vorstellungen seines Besitzers zu gestalten, ist auch in Deutschland ein wachsender Trend. Im Gegensatz zu früheren Zeiten beschränkt sich das Tuning nicht mehr ausschließlich auf das Frisieren von Motoren. Das komplette Fahrzeug kann mittlerweile umgebaut werden. Beliebt ist die Umgestaltung von Karosserie, Technik und dem Innenraum. Doch nicht alles, was gefällt, ist auch erlaubt. Bei unerlaubtem Tuning drückt der TÜV kein Auge zu und verwehrt die Prüfplakette. In schweren Fällen erlischt sogar die Betriebserlaubnis.

Das wird vom TÜV mit Sicherheit kontrolliert:

Um ein tiefergelegtes Fahrzeug durch die Hauptuntersuchung zu bekommen, muss es mit vollem Tank und mit dem Fahrer besetzt, eine Hürde von 80 cm Breite und 11 cm Höhe mittig und ohne Berührung überfahren können. Ein tiefergelegtes Auto wird vom TÜV mit Argusaugen durchgecheckt, denn liegt das Auto zu tief auf der Straße, könnte die Ölwanne beschädigt werden.

Alle lichttechnischen Einrichtungen wie Leuchten, Scheinwerfer, Rückstrahler und Reflektoren müssen nicht nur jederzeit funktionstüchtig sein, sondern müssen auch an der vorgeschriebenen Stelle des Fahrzeugs montiert werden. Die Leuchtenfarbe ist von der StVZO geregelt.

Ein Chip-Tuning sorgt für mehr Motorleistung, mehr Drehmoment und mehr Geschwindigkeit, kann aber auch für einen höheren Spritverbrauch verantwortlich sein. Nach einem Chip-Tuning verschlechtern sich häufig die Abgaswerte. Dies kann bei der Abgasuntersuchung zum Problem werden, die zeitgleich mit der HU durchgeführt werden muss. Ein Chip-Tuning muss vom TÜV in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden.

Sportauspuffanlagen und Sportkatalysatoren benötigen ein allgemeines Teilegutachten, das vom Hersteller mitgeliefert wird. Fehlt ein solches Gutachten, muss das Tuningteil vor dem Anbau vom TÜV überprüft, und der Umbau in den Fahrzeugpapieren vermerkt werden.

Beim Innenausbau eines Fahrzeugs ist ebenfalls nicht alles erlaubt, was gefällt und angeboten wird. So darf der Umbau keine Teile betreffen, deren Bauart vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist. Dazu zählen beispielsweise die Tachoanzeige, diverse Kontrollleuchten und Sicherheitsgurte. Es ist darauf zu achten, dass die Sichtverhältnisse nicht beeinträchtigt werden und dass die Einbauten niemanden gefährden können.

Das sollte vor der HU beachtet werden:

Sämtliche Tuning-Fahrzeugteile sollten über eine ABE (Betriebserlaubnis) verfügen. Alle Fahrzeugteile müssen entsprechend der Anweisungen der Betriebserlaubnis montiert werden, weil sonst die Betriebserlaubnis erlischt. Ist für ein Tuning-Teil keine Betriebserlaubnis vorhanden, kann eine sogenannte Änderungsabnahme durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen durchgeführt werden.
Kopien der Betriebserlaubnis für die Tuning-Fahrzeugteile sollten sich stets im Fahrzeug befinden. Sie müssen bei der HU vorgelegt werden.

Wenn alle genannten Punkte beachtet werden kann im Prinzip nichts mehr schief gehen und man kann unbesorgt einen Termin zur Hauptuntersuchung- und Abgasuntersuchung vereinbaren. Es stellt sich lediglich noch die Frage nach der passenden Werkstatt, die diesen Service anbietet. Bei der Suche hilft das Portal Autoservice.com, auf dem man mit nur wenigen Schritten eine zuverlässige Werkstatt in seiner Nähe finden kann, die die gesuchte Leistung auch anbietet.

Bildquelle: https://www.autoservice.com/hauptuntersuchung.aspx