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Zweiter Sieg für Adam Kerenyi Driftserie Monster Energy King of Europe gastierte in Italien

  • Zweiter Sieg für Adam Kerenyi Driftserie Monster Energy King of Europe gastierte in Italien

Mit dem zweiten Sieg im zweiten Rennen der Monster Energy King of Europe-Meisterschaft hat Adam Kerenyi endgültig seine Favoritenrolle zementiert und die Konkurrenz in Zugzwang versetzt. Nur eine Woche nach seinem Erfolg beim Auftaktrennen von Europas spektakulärster Driftserie im österreichischen Greinbach ließ der Ungar am Sonntag auch in Italien die Konkurrenz hinter sich und baute damit seine Führung im Gesamtklassement aus. Auf den Rängen zwei und drei folgten der Italiener Nicolo Rosso und Adam Frank aus Israel.

Der Kampf um die Krone der besten Driftpiloten Europas nimmt Fahrt auf: Auf der Rennstrecke von Castelletto di Branduzzo in der Lombardei trafen sich die Fahrer der Monster Energy King of Europe-Meisterschaft am vergangenen Wochenende zum zweiten Rennen in dieser Saison. Nach zwei Trainingsläufen am Freitag und Samstag stand in den Morgenstunden des Rennsonntags die Qualifikation an. Vor den Augen zahlreicher italienischer Driftfans hatten sich vor allem die Lokalmatadoren im Fahrerfeld vorgenommen, möglichst weit vorne zu landen, um die bestmögliche Ausgangsposition für das am Nachmittag anstehende Rennen zu erhalten. Überraschenderweise hatte am Ende der Qualifikationsrunde jedoch der Franzose Benjamin Boulbes die Nase vorn. Die Italiener Francesco Conti und Nicolo Rosso blieben dem BMW-Piloten allerdings dicht auf den Fersen. Für den Showdown der Top 32 war also alles angerichtet.

Tatsächlich ging es im Rennen so spannend und knapp zu, wie schon lange nicht mehr. Wie immer traten die 32 verbliebenen Piloten im direkten K.O.-Duell gegeneinander an. Wer nach zwei absolvierten Läufen die meisten Punkte verbuchen konnte, zog in die nächste Runde ein. Für den Unterlegenen war das Rennen dagegen beendet. Doch mit zwei Wertungsläufen war es an diesem Tag oft nicht getan. Es gehörte fast zur Tagesordnung, dass die für die Bewertungen der Duellanten zuständigen Punktrichter gezwungen waren, eine Entscheidungsrunde zu veranlassen, weil nach den beiden regulären Läufen Gleichstand herrschte.

Eine Überraschung negativer Art erlebte Vorjahres-Gesamtsieger Francesco Conti. Er musste im Viertelfinale gegen Cartu-Drifter Adam Frank aus Israel die Segel streichen, weil ihm ein Totalausfall des Differentials seines BMW M3 E92 GT4 mitten im Zweikampf einen Strich durch die Rechnung machte. Adam Frank bekam es anschließend mit dem wie entfesselt fahrenden Adam Kerenyi zu tun. Dieser ließ sich auf seinem direkten Weg ins Finale auch von dem Israeli nicht aufhalten und schaffte den Durchmarsch mit zwei siegreichen Läufen.
Im zweiten Halbfinale traf der Brite Steve Biagioni auf Lokalmatador Nicolo Rosso. Biagioni, der es in Greinbach bis ins Finale geschafft hatte, zog dieses Mal den Kürzeren und Nicolo Rosso zog ins Finale ein – zur großen Freude der italienischen Schlachtenbummler abseits der Rennstrecke.

Zunächst jedoch folgte das Duell um Platz drei zwischen Adam Frank und Steve Biagioni. Und auch wenn es sich hierbei nur um das „Kleine Finale“ handelte, die beiden Piloten schenkten sich keinen Zentimeter. In beiden Wertungsläufen berührten sich die Boliden der beiden Kurvenkünstler mehrmals. Jeder noch so kleine Fehler hätte das Aus bedeutet – ein Ritt auf Messers Schneide! Am Ende votierten die Punktrichter knapp aber verdient für den Israeli mit seinem von einem 2JZ-Motor angetriebenen BMW M3 E46.

Nun aber wartete alles gespannt auf das große Finale. Die Sympathien des Publikums lagen selbstverständlich auf der Seite von Nicolo Rosso. Tatsächlich gelang es dem Italiener im ersten Lauf, seinen Nissan S14 so durch den Parcours zu zirkeln, dass er mit 6:4 in Führung ging. Ein Feuer im Motorraum, ausgelöst durch ein Ölleck, machte die Siegträume des 25-Jährigen allerdings jäh zunichte. So triumphierte Adam Kerenyi im zweiten Lauf souverän, da Rosso mit seinem defekten Boliden nicht mehr kontern konnte. Doch sowohl Nicolo Rosso als auch die anderen geschlagenen Mitfavoriten blicken schon jetzt erwartungsfroh aufs nächste Rennen. Dieses findet am 28. und 29. Juni im britischen Lydden Hill statt. Hier rechnen die Organisatoren überdies mit einem großen Ansturm britischer Driftpiloten. Es wird sich zeigen, ob es einem der Fahrer im Feld gelingen wird, die Siegesserie von Adam Kerenyi zu stoppen. Spannung ist jedenfalls garantiert!

Weitere Informationen zur Driftserie Monster Energy King of Europe und zur aktuellen Saison 2014 erhalten Sie im Internet unter www.kingofeurope.net.